EarVENTed

Biodegradierbarer Stent für die Tuba Eustachii zur Behandlung von Belüftungsstörungen des Mittelohres

Laufzeit: 2026-2029

Wissenschaftliche Projektleitung und Koordination: Dr.-Ing. Kerstin Lebahn

EarVENTed ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Biomedizinische Technik der Universitätsmedizin Rostock und der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover. Das Vorhaben dient der Validierung eines abbaubaren Polymerstents zur Behandlung von Funktionsstörungen der Eustachischen Tube (ET) durch in vitro und in vivo Testung.

Die ET verbindet den Nasenrachenraum mit dem Mittelohr. Ihre Funktionen sind unter anderem die Belüftung des Mittelohrs, der Schutz des Mittelohrs vor Krankheitserregern und der Abfluss von Sekreten. Bei der gesunden Tube ist ein knöcherner Teil ständig geöffnet und ein knorpeliger Teil im Normalzustand geschlossen und öffnet sich beispielsweise beim Schlucken oder Gähnen. Etwa zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Tubenbelüftungsstörungen, die oft mit Mittelohrentzündungen, mit Missempfindungen bis hin zu stärksten Ohrenschmerzen, einhergehen. Um Patientinnen und Patienten zu helfen und mögliche Folgeschäden zu minimieren, ist die Insertion eines Stents in die ET eine neue, innovative Möglichkeit, welche die Belüftung des Mittelohres wiederherstellt. EarVENTed validiert daher einen bioabbaubaren Stent hinsichtlich Sicherheit und Funktionalität bei der Anwendung in der ET.

Der Vorhaben EarVENTed wird im Rahmen der Validierungsförderung VIP+ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

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